Nina im Rhabarberglück Teil 2: Rhabarbertarte mit Baiserhaube

Heute im zweiten Teil meiner ersten Rhabarberverarbeitung des Jahres gibt’s eine süß-saure Tarte mit rosa Baiserhaube. Ist die nicht einfach zauberhaft? Ich finde ein toller Hingucker für die Sonntags Kaffeetafel 🙂 Und wenn ihr schon das Rhabarberkompott hergestellt habt, dann ist die Tarte wirklich sehr schnell gemacht. Also keine Ausreden mehr und legt los:

Rhabarbertarte © SCHOKOLASTIG

Rhabarbertarte mit Baiserhaube

Zutaten:

Für den Streusel-Boden:

  • 300g Mehl
  • 180g Butter (kalte)
  • 100g Zucker
  • 1 Vanillezucker

Für die Rhabarberfüllung:
Rhabarberkompott nach meinem Rezept, ich habe ca. die Hälfte dafür für die Tarte verwendet, also:

  • 500g Rhabarber
  • ca. 50ml Wasser
  • ca. 50g Zucker
  • das Mark von einer halben Vanilleschote
  • etwas Vanillepuddingpulver

Für die Baiserhaube:

  • 3 Eiweiß
  • 150g Zucker
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • eine Prise Salz
  • nach Belieben: rote Lebensmittelfarbe (Pulver)

Zubereitung:

1. Mehl mit Zucker und Vanillezucker mischen. In kleinen Stücken die kalte Butter zugeben und mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten. Kalt stellen.

2. Den Ofen auf 180°C vorheizen.

2. Das Rhabarberkompott nach meinem Rezept zubereiten: Geschälten Rhabarber in Stücke schneiden und mit dem Zucker, Wasser und der Vanilleschote aufkochen. Wenn der Rhabarber weich ist mit etwas Vanillepuddingpulver andicken und nochmal aufkochen.

3. Die Streusel nun in eine Springform geben und mit den Fingern festdrücken (du brauchst die Form nicht einmal einzufetten, der Kuchen löst sich auch so wunderbar). Versuche einen kleinen Rand anzudrücken, sonst läuft die Füllung heraus. Dann das Rhabarberkompott auf dem Boden verteilen.

Rhabarbertarte 2 © SCHOKOLASTIG

4. Den Boden mit Füllung nun 25 Minuten im Ofen backen.

5. Währenddessen das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen. Wenn es steif ist, den Zitronensaft und nach und nach den Zucker dazugeben und immer weiterschlagen bis eine glänzende Masse entsteht, die Spitzen bildet. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ein wenig rote Lebensmittelfarbe dazugeben (Pulver!).

6. Nach 25 Minuten den Boden aus dem Ofen nehmen und das Baiser daraufstreichen (oder mit einer Spritztülle spritzen). Dann weitere 20-25 Minuten im Ofen backen (das Baiser sollte nicht zu dunkel werden). Fertig ❤

Rhabarbertarte 5 © SCHOKOLASTIG

Rhabarbertarte 4 © SCHOKOLASTIG

Rhabarbertarte 3 © SCHOKOLASTIG

Wenn der Kuchen auskühlt, bildet er kleine Siruptröpfchen auf der Oberfläche, was besonders schön aussieht. Am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Da ich beim kochkarussel auf das Blogevent Rhabarberglück gestoßen bin, steuere ich meine Rhabarbertarte mit Baiserhaube bei:

Rhabarberglück-Das-Blogevent-im-Kochkarussell-500

Lasst es euch schmecken!

Eure Nina

Nina im Rhabarberglück: Teil 1 – Rhabarberkompott

Was ist das beste Zeichen dafür, dass nun endgültig der Frühling da ist? Natürlich, die rot-grünen sauren Stangen beim Obst/Gemüsehändler, die die ganze Back-Community in Verzücken versetzen und Backorgien auslösen. So habe ich heute schon eine Rhabarbertarte bei Mara von Life Is Full Of Goodies, einen Rhabarber-Blechkuchen bei Annina von 10 Dag Liebe, einen Rhabarber Crumble bei Karoline von Hatterzählt und Mini-Rhabarber-Pies bei Nasti von Lirum Larum Löffelstiel gesehen und bin hin und weg. Was man mit diesem „Gemüse“ so alles leckeres zaubern kann! Da wir am Freitag auch fleißig in einem Hofladen frischen Spargel, Erdbeeren (jaa, auch hier gabs schon die ersten) und Rhabarber eingekauft haben, muss ich mich da nun einreihen und euch die ersten Köstlichkeiten vorstellen, die ich fabriziert habe: ein ganz einfaches Rhabarberkompott (mit selbstgemachtem Vanillepudding) und eine Rhabarbertarte mit Baiserhaube (im Teil 2, gibt’s am Mittwoch). Auf geht’s und macht euren Lieben auch die erste Rhabarberfreude:

Rhabarberkompott4 © SCHOKOLASTIG

Rhabarberkompott mit Vanillepudding

Zutaten für das Kompott:

  • 1kg Rhabarber
  • ca 100 ml Wasser
  • ca 100g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • nach Belieben: etwas Speisestärke

Zutaten für den Vanillepudding:

  • 500ml Milch
  • 70g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 3 Eigelb (Eiweiß unbedingt aufbewahren und für die Rhabarbertarte verwenden oder etwas anderes; Eiweiß hält sich bis zu 2 Wochen im Kühlschrank!)
  • 30g Speisestärke

Zubereitung:

Für das Kompott:

1. Den Rhabarber putzen und schälen (unbedingt oben die Blätter abschneiden), ich ziehe meistens mit den Fingern die Fäden ab. Dann in Stücke schneiden.

2. Rhabarber mit Wasser, Zucker und Vanilleschote in einem Topf aufkochen und köcheln lassen bis der Rhabarber wei ist (vorsicht: es geht plötzlich sehr schnell).

3. Wer möchte kann das Kompott noch mit etwas Speisestärke andicken (am besten reinsieben, damit es keine Klümpchen gibt) und nochmal aufkochen. Fertig!

Rhabarberkompott2 © SCHOKOLASTIG

Für den Vanillepudding:

1. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark mit der Milch aufkochen. Ihr könnt auch die Vanilleschote mitkochen, aber dann aus dem Topf nehmen bevor ihr die anderen Zutaten einrührt.

2. Das Eigelb mit dem Puderzucker mit einem Handrührer mindestens drei Minuten lang aufschlagen bis sich eine fast weißliche Masse ergibt. Die Speisestärke unterrühren.

3. Zwei, drei Esslöffel der Milch unter die Ei-Masse rühren, damit sie etwas flüssiger wird, dann die ganze Masse unter ständigem Rühren zur Milch geben und nochmal aufkochen. Fertig!

Rhabarberkompott © SCHOKOLASTIG

Den Pudding in Gläser füllen und kalt stellen. Wenn das Kompott abgekühlt ist, auf den Vanillepudding geben und servieren. Die beste Frühlingsnachspeise! 🙂

Am Mittwoch gibt’s den zweiten Teil zum Rhabarberglück mit meiner Rhabarbertarte mit Baiserhaube!

Rhabarbertarte © SCHOKOLASTIG

Lasst es euch schmecken,

Eure Nina

 

 

Von einer, die auszog, das Geheimnis der Macarons zu lüften…

Backkurs @Makrönchen Manufaktur und 5 Tipps für die perfekten Macarons

Macarons © Schokolastig

Mal ganz ehrlich, wer von euch hat noch nicht den Versuch gewagt, Macarons zu backen und ist kläglich gescheitert, sei es an Rissen in den Mandelkeksen, fehlenden „Füßchen“, Festkleben am Backpapier oder zu klebriger Konsistenz? Ja, so ging es mir auch meistens, wenn ich mich tatsächlich an dieses himmlisch leckere, teuflisch knifflige Gebäck wagte. Aber es nahte Rettung: Nachdem meine Umwelt wohl genug von den Macarons Testphasen hatte, bekam ich zu Weihnachten einen Gutschein für einen Macarons Backkurs in der Makrönchen Manufaktur in Berlin! Juhu, die Vorfreude war groß und letztes Wochenende war es dann endlich so weit, ich hatte einen Platz in den heißbegehrten Backkursen ergattert und begab mich auf meine Reise in die zuckersüße Welt der bunten Farben, knusprigen Mandelkekse und zarten Füllungen aus Schokolade, Buttercreme, Früchten, Karamell und co.

Makrönchen Manufaktur © Schokolastig Makrönchen Manufaktur © SchokolastigMit neun weiteren tapferen mehr oder weniger erfahrenen BäckerInnen traf ich am Samstag Abend in der Makrönchen Manufaktur ein und wurde von der Inhaberin Laura persönlich und der Konditormeisterin Anna sehr herzlich begrüßt. Eine große Tafel mit einer ganzen Etagère voller bunter Macarons stand schon für uns zum Verzehr bereit und wir wurden nach Belieben mit Kaffee, Wasser und Cappuccino versorgt. Schnell ein erstes Macarons genascht – IMG_2183Oh mein Gott, diese Schoko-Maracuja Füllung ist ein Traum – dann ging es erstmal mit einer kleinen Vorstellungsrunde und einem Theorieteil zu Ursprung, Zutaten und verwandten Formen der Macarons los. Dabei gibt es nämlich ganz erhebliche Unterschiede zwischen den deutschen Makronen, den französischen Macarons und den schweizerischen Luxemburgerli. Eines haben sie gemeinsam: es handelt sich immer um ein Gebäck auf Nuss und Eiweiß Basis. Macarons in der Box © SchokolastigSchon zum Einstieg wurde Laura ein Loch in den Bauch gefragt, nach ihrer eigenen Erfolgsgeschichte, der besten Aufbewahrungsform fertiger Macarons oder der wunderschönen Tapete, die den Laden ziert (diese ist übrigens eigens für die Makrönchen Manufaktur in London hergestellt worden). Laura und Anna © SchokolastigMit einer Ruhe und einem Strahlen auf dem Gesicht, dem man die große Begeisterung für Ihren Laden und die kleinen Makrönchen deutlich ansieht, berichtete und beantwortete sie alles und stellte auch die anspruchvollste Perfektionisten zufrieden. Hach, den Mut und den richtigen Zeitpunkt muss man haben, um so ein Projekt wie das kleine Ladencafé zu starten!

Ab in die Küche

Dann schnell noch eines der köstlichen (nein, das köstlichste, das ich tatsächlich je gegessen habe) Macarons in den Mund geschoben – mmmhhh mit Zitronen-Buttercreme und Lemoncurd Füllung – und weiter ging es mit dem praktischen Teil. Mit schönen Makrönchen-Küchenschürzen ausgerüstet, drückten wir uns in die kleine Küche neben dem Laden und hingen an Lauras und Annas Lippen, die nun genau auf die Zutaten des Mandelkekses eingingen. Danach zeigten sie uns noch welche Backutensilien man unbedingt im Haus haben sollte – ein Teigschaber mit flexiblem Silikonaufsatz und Spritztüte mit Lochtülle – und schon ging es los. IMG_2186Mit dem fertigen Teig durften wir uns dann alle mal ans Macarons aufspritzen machen und es entstanden mehr oder weniger gleichgroße Teigkreise – „Minimacarons“, lachte Laura. Die richtige Aufspritztechnik muss geübt sein, eigentlich sollte man ohne viel Bewegung und gleichmäßiges Drücken ein schönes rundes Macarons hinkriegen (keine Kreise ziehen!). IMG_2190

Puh, die erste Hürde war genommen, jetzt brauchte ich erstmal wieder eine Stärkung in Form eines Schokoladen Macarons – ohne Worte – und dem aufgespritzten Teig wurde Ruhe verordnet. Anna hatte für uns schon extra eine weitere Ladung getrockneter Macarons vorbereitet, damit wird nicht die ganze Nacht warten mussten. Nach einem kurzen Test (die Oberfläche des Teigs sollte tatsächlich eine getrocknete Haut gebildet haben) wurden sie in den Ofen geschoben und wir staunten wie luftig leicht sie aufgingen und die berühmt-berüchtigten Füßchen bildeten. So muss das also aussehen!

IMG_2192Als nächstes machten wir uns an die Vorbereitung drei verschiedener Füllungen: Himbeer, Meersalz-Karamell-Buttercreme und Maracuja Ganache. Anna erklärte und rührte, rührte und erklärte und bei ihr sah das alles so einfach aus, dass wir uns eigentlich schon siegessicher fühlten, dass wir das Zuhause mit der gleichen Leichtigkeit hinkriegen werden. Nebenbei gab sie uns noch viele wichtige Tipps, wie die verschiedenen Cremes nicht zu flüssig werden, das Karamell nicht anbrennt, die Buttercreme nicht zu süß wird und man eine perfekte Ganache hinkriegt. Als alle Füllungen fertig waren, ging es tatsächlich an den eifachsten Teil der ganzen Macarons-Produktion: das Füllen. Mit einer Spritztüte auf die Kekse aufspritzen (Kekse erst vom Backpapier lösen, wenn sie ausgekühlt sind, sonst bleiben sie kleben!), zusammensetzen und nach Belieben verzieren. ❤

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Stößchen und Tschüß

Zum Schluss gabs noch das wohlverdiente Gläschen Sekt, viele nette und aufmunternde Worte, ein exklusives Makrönchen Zertifikat und die Backunterlagen mit dem Originalrezept der Makrönchen Manufaktur mit nach Hause. Mit hochrotem Gesicht, aber glücklich, packte ich meine Meisterwerke in eine Tortenschachtel, holte mir noch ein letztes Espresso Macarons und stiefelte nach Hause. Mein Fazit: Absolut empfehlenswert, ein fröhlicher und lehhreicher Abend mit vielen Tipps und Tricks und zwei sympathischen Makrönchen Expertinnen! Ich freue mich schon auf eine Fortgeschrittenen-Kurs… 😉

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Und hier noch 5 Tipps für die perfekten Macarons:

1. Macarons mögen keine Feuchtigkeit (also Finger weg von zu flüssigen Füllungen, von flüssiger Lebensmittelfarbe oder anderen zu fettigen Zutaten für die Kekshälften!).

2. In der Ruhe liegt die Kraft: Macarons müssen vor dem Backen unbedingt ruhen und das besser länger als zu kurz. Idealerweise ist die Oberfläche richtig angetrocknet und gibt bei leichtem Druck nach, ohne zu reißen.

3. Kenne deinen Ofen: Ob Gas-, Umluft oder Ober/Unterhitze ist ein großer Unterschied und am liebsten mögen die Macarons den Umluftherd. Bei Gasofen kann es helfen, einen Kochlöffel in die Ofentür zu klemmen, um eine Luftzirkulation zu erreichen.

4. Ei schon 1-2 Tage vor dem Backen trennen und das Eiweiß im Kühlschrank aufbewahren, dabei verdampft ein wenig Flüssigkeit und es lässt sich leichter aufschlagen.

5. Fertige Macarons (ohne Füllung!) lassen sich wunderbar einfrieren. Dann einfach bei Zimmertemperatur auftauen lassen und füllen.

Am Tisch © SCHOKOLASTIG

Bald gibt’s meine ersten Ergebnisse des Kurses hier zu sehen. Ich habe schon tausend Ideen 🙂

Eure Nina

Kurz notiert: Erfahrungsbericht Backkurs @ Makrönchen Manufaktur bald auf dem Blog

Kurz notiert: Erfahrungsbericht Backkurs @ Makrönchen Manufaktur bald auf dem Blog

Backkurs Gutschein
Gestern war es endlich so weit und ich hatte meinen lang ersehnten Macarons Backkurs in der Makrönchen Manufaktur in Berlin! Um es untertrieben auszudrücken: ich war sehr begeistert! 🙂 Alles darüber erfahrt ihr hier auf meinem Blog in den nächsten Tagen… jetzt muss ich erstmal Macarons verspeisen 😉

Eure Nina

Einpacken fürs Picknick: Zitronen-Himbeer-Cookies

Was für ein tolles Wetter! Da hat man doch einfach nur Lust im Grünen zu liegen und die sonnenhungrige Haut mit Vitamin D zu versorgen, dazu noch ein gutes Buch und einen leckeren Snack – perfekt! Im Sommer mache ich besonders gerne fruchtige Kuchen und Gebäck. Zum Mitnehmen empfehle ich euch diese ruckzuck gemachten, frischen Zitronen-Himbeer-Cookies mit ganz softem Teig. Köstlich! Der Sommer kann kommen!

Zitronen-Himbeer-Cookies

Zitronen-Himbeer-Cookies

Zutaten:

  • 120g Butter (weiche/flüssige)
  • 100g brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 1/2 TL Backpulver
  • eine Prise Salz
  • 160g Mehl
  • eine Handvoll Himbeeren (gefroren oder frisch)

Zubereitung:

1. Rührt die Butter mit dem Zucker bis die Mischung eine schaumige Konsistenz hat.

2. Gebt das Ei dazu und kräftig rühren.

3. Die Zitrone heiß waschen, etwas von der Schale abreiben und den Saft auspressen. Den Saft und die abgeriebene Schale zur Zucker-Ei-Mischung geben und weiterrühren.

4. Backpulver, Salz und das Mehl dazugeben und gut vermengen.

5. Zuletzt die Himbeeren kurz unterheben und der Teig ist fertig.

6. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Mit zwei Löffeln möglichst gleichmäßige Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben (bei mir wurden sie leider in der Eile alle ungleichmäßig groß 😉 Und vorsicht: sie laufen etwas auseinander) und dann ca. 12-15 Minuten im Ofen backen bis sie leicht bräunlich werden.

 

Zitronen-Himbeer-Cookies

Cookies Collage

Abkühlen lassen und genießen.

Genießt die Sonne!

Eure Nina

Ist denn heute noch Ostern? Süße Hefehäschen mit Füllung

Ostern ist ja leider schon vorbei, aber da ich mir extra eine Hasenausstechform gekauft hatte, wollte ich unbedingt noch diese supersüßen Hefehasen von der Glücksbäckerei ausprobieren. Natürlich könnt ihr auch andere Formen als Hasen ausstechen, dann kann man dieses Rezept das ganze Jahr über backen. Kathrin beschreibt auf ihrem Blog wirklich ganz toll, wie man den perfekten Hefeteig hinbekommt. Danach habe ich auch schon mein erstes Osterbrot gebacken.

Osterbrot © SCHOKOLASTIG

Der Hefeteig ist sehr einfach zu machen, lässt sich gut verarbeiten und ist superfluffig und nicht so süß. Die Hasen habe ich ebenfalls nach diesem Rezept gebacken, allerdings ein wenig abgewandelt.

Gebackene Hasen © SCHOKOLASTIG

Ich habe ein wenig mehr Zucker genommen (100g), den Teig etwas dünner ausgerollt und dann auf eine Hälfte der Hasen eine Füllung aus Marzipan und Pistazien gegeben.

Hefehäschen mit Marzipan Füllung

Hefeteig nach dem Rezept der Glücksbäckerei zubereiten (ergibt ca. 18 gefüllte Hasen)

Zutaten Marzipan Füllung:

  • 100g Marzipan Rohmasse
  • gehackte oder gemahlene Pistazien (ca. 20g)
  • ca. 1EL Puderzucker
  • 1 Eiweiß verquirlt

Zubereitung:

1. Während der Hefeteig an einem warmen Ort ruht könnt ihr schon einemal die Füllung vorbereiten: Das Marzipan mit den Pistazien und dem Puderzucker verkneten. Ein Ei trennen, Eiweß verquirlen und bereitstellen, Eigelb mit etwas Milch verquirlen und ebenfalls bereitstellen.

2. Wenn der Hefeteig fertig aufgegangen ist, rollt ihr ihn relativ dünn aus (vielleicht o,5 cm) und stecht mit einer Ausstechform Hasen (oder auch anderen Formen) aus. Vorsicht: die Form im Teig nicht zu viel bewegen, sonst verzieht sich der Teig sehr leicht und ihr bekommt ganz unförmige Hasen 😉

2. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine Hälfte der Hasen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Marzipan-Pistazien-Masse stückchenweise auf den Hasen verteilen (relativ flachdrücken). Dann mit dem Eiweiß bestreichen und die anderen Hasen auf die Füllung setzen und leicht andrücken. Die Hasen mit der Eigelb-Milch-Mischung bestreichen. Wenn ihr wollt, könnt ihr noch eine Rosine als Auge andrücken.

Hasen vor dem Backen © SCHOKOLASTIG  Hase mit Füllung © SCHOKOLASTIG

3. Die Hasen 15-20 Minuten im Ofen backen, bis sie schön aufgegangen und goldbraun sind.

 gebackener Hase © SCHOKOLASTIG

Gebackene Hasen © SCHOKOLASTIG

Gebackene Hasen 2 © SCHOKOLASTIG

Die Hasen eignen sich natürlich sehr gut zum Mitbringen oder Verschenken und können auch einfach eingefroren werden.

Guten Appetit und noch einen schönen Sonntag!

Eure Nina

La dolce vita: Köstliches italienisches Gebäck im Doppelpack

Die Idee Cantuccini zu backen bekam ich, als ich den Winterfeldmarkt in Schöneberg zum ersten Mal besuchte. Jeder von euch, der schon mal dort war, wird den tollen kleinen italienischen Stand in der Mitte des Marktplatzes kennen, der wohl das beste Tiramisu der Stadt, wunderbar aromatischen Kaffee und köstliches italienisches Gebäck verkauft. Die riesigen mit Pudding und Pinienkernen gefüllten Plundertaschen und die überdimensional großen Stangen Cantuccini mit gerösteten Mandeln ersetzen praktisch ein ganzes Mittagessen. Kein Wunder, dass man hier jedes Mal gut zwanzig Minuten anstehen muss, bis man sein Ziel erreicht und mit mehr Gebäck, als man wollte, den Stand verlässt. Mein zuckersüßes Herz schlägt dabei jedes mal Purzelbäume!

Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen und am besten besorgt ihr euch sofort die Zutaten und legt los, eure Freunde und Familie werden es euch danken. Ich stelle euch hier zwei Varianten von Cantuccini vor: ein original italienisches Rezept mit gerösteten Mandeln (vielen Dank an meine liebe Ex-Kollegin!) und den schokoladigen Bruder mit Pistazien (das Rezept entstammt dem wunderbaren Backbuch Glück ist backbar von Marian Keyes).

Cantuccini © SCHOKOLASTIG

Cantuccini alla Toscana

Zutaten:

  • 250g Zucker
  • 50g Butter
  • 100g Mandeln mit Schale
  • 250g Mehl
  • 2 Eier + 1 Eigelb zum bestreichen
  • eine Prise Salz
  • 1 Vanillezucker

Zubereitung:

1. Die Mandeln im Ofen rösten (ca. 5 Minuten bei 190°C), dann abkühlen lassen.

2. 2 Eier, Salz und Zucker in einer Schüsel schaumig rühren.

3. Die geschmolzene Butter (warm) unterrühren. Das Mehl und den Vanillezucker allmählich zugeben und vermischen.

4. Zuletzt die Mandeln unterheben und den Teig kneten bis alles richtig vermengt ist (evtl. noch etwas Mehl zugeben, bis er nicht mehr klebt).

5. Den Teig is zwei Teile teile und zwei Stangen formen. Die Stangen auf einem Backblech (mit Backpapier) legen und mit einem geschlagenen Eigelb bestreichen.

Cantuccini © SCHOKOLASTIG

6. Die Stangen bei 180°C ca. 20 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen und in dicke Scheiben schneiden. Sehr vorsichtig, denn die Cantuccini sind jetzt noch sehr weich und zerbrechlich!

7. Mit einigem Abstand die Scheiben auf dem gleichen Backblech nochmla ca. 7-10 Minuten bei 170°C backen. Danach an der Luft abkühlen lassen.

IMG_1992neu

Pistazien Biscotti

aus dem wunderbaren Backbuch Glück ist backbar von Marian Keyes

Zutaten:

  • 120g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 3 TL Kakaopulver
  • 75g Zucker
  • 25g Butter (kalte!)
  • 1 Ei
  • 1 EL Pistazienöl oder Olivenöl
  • 40g Pistazien, halbiert
  • 50g dunkle Schokolade, grob gehackt

Zubereitung:

1. Legt ein Backblech mit Backpapier aus und heizt euren Ofen auf 160°C vor.

2. Mehl, Backpulver und Kakao in eine Schüssel geben und den Zucker einrühren. Die kalte Butter dazugeben und mit den Fingerspitzen vermengen bis sich eine sandähnliche Masse bildet.

3. Das Ei mit dem Öl verquirlen, die Mehlmischung dazugeben und verrühren. Die Pistazien und die gehackte Schokolade unterheben.

4. Eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, den Teig halbieren und zu zwei Rollen formen (ca. 25cm lang). Die Rollen etwas platt drücken, bis sie 4-5cm breit sind.

5. 20 Minuten im Ofen backen, dann wie im Rezept oben verfahren: Die Temperatur runterschalten (150°C), die Rollen in Scheiben schneiden und mit Abstand auf demselben Blech wieder in den Ofen schieben. Weitere 10 Minuten im Ofen backen.

6. Aus dem Ofen nehmen und an der Luft einige Stunden fest und hart werden lassen.

Cantuccini © SCHOKOLASTIG
Und jetzt einen Kaffee oder einen Cappuccini machen, hinsetzen und genießen!

Eure Nina